Nächste Termine
24.04.2026
um 20:00

2. Arbeitsphase des Frühjahrsprojekts 2026 im Musikbildungszentrum Südwestfalen inklusive Konzert in Lüdenscheid.

26.04.2026
um 15:00

Konzert des Frühjahrsprojekts 2026 im Kulturhaus in Lüdenscheid

18.09.2026
um 20:00

1. Arbeitsphase des Herbstprojekts 2026 im Musikbildungszentrum Südwestfalen

02.10.2026
um 20:00

2. Arbeitsphase des Herbstprojekts 2026 im Musikbildungszentrum Südwestfalen inklusive Konzert in Sundern

04.10.2026
um 16:00

Konzert des Herbstprojekts 2026 in Sundern im Rahmen des Sauerland Herbsts.

05.03.2027
um 20:00

1. Arbeitsphase des Frühjahrsprojekts 2027 im Musikbildungszentrum Südwestfalen

09.04.2027
um 20:00

2. Arbeitsphase des Frühjahrsprojekts 2027 im Musikbildungszentrum Südwestfalen inklusive Konzert (in Planung)

11.04.2027
um 17:00

Konzert des Frühjahrsprojekts 2027 (in Planung)

01.10.2027
um 20:00

1. Arbeitsphase des Herbstprojekts 2027 im Musikbildungszentrum Südwestfalen

12.11.2027
um 20:00

2. Arbeitsphase des Herbstprojekts 2027 im Musikbildungszentrum Südwestfalen inklusive Konzert (in Planung)

14.11.2027
um 17:00

Konzert des Herbstprojekts 2027 (in Planung)

Presse

Konzertabend mit zwei Orchestern und Solisten
02.02.2008
Sauerlandkurier
http://www.sauerlandkurier.de/vermischtes/konzertabend-mit-zwei-orchestern-und-solisten/
Kompetenz und Ausdruckskraft
21.11.2006
Westfälischer Anzeiger

30 Jahre Westfalen Winds: Ein Heimspiel voller Leidenschaft

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Lüdenscheid – Vom empfundenen Chaos zur Erleuchtung – diesen Weg hat das Philharmonische Blasorchester „Westfalen Winds” bei seinem Auftritt im Kulturhaus mehrfach beschritten. Chakra, der Titel des Konzertes, verwies auf die 3500 Jahre alte fernöstliche Weisheitslehre von den Chakren, den sieben Energiezentren, die den Menschen vom unteren Ende der Wirbelsäule bis zum Kopf durchziehen.

Dirigent Mathias Wehr beschrieb den Weg vom „Wurzelchakra” über Bauch- und Herzchakra bis zum Kronenchakra als einen Weg zunehmender Klarheit. Der Komponist Maurice Hamers bildete diesen Weg in seinem 25-minütigen Werk „Chakra” mit den Mitteln von Harmonie und Rhythmus nach. Auch die Musik zielte dabei auf die zunehmende Erleuchtung der Zuhörer als höchstem Stadium. „Ich bin glücklich und zufrieden in dem, was gerade passiert – im Hier und Jetzt“, fasste Mathias Wehr diesen attraktiven Zustand zusammen. Die Westfalen Winds präsentierten ein schon etwas gebändigtes Chaos zu Beginn, Querflöten und Oboen unternahmen ihren Anlauf zur weiteren Beruhigung, und auch ein Marsch sorgte für rhythmische Ordnung.

Der Dirigent widmete eine eigene Komposition den Klängen der Erde: „,Earthen Echoes unveiled’ ist tatsächlich aus meiner Feder”, konnte er stolz verkünden und von ersten Aufführungen in Südkorea, den USA und Portugal berichten.

Eine Sammlung armenischer Volkslieder lieferte die melodische Grundlage für „Armenische Tänze” des Komponisten Alfred Reed. Das Werk machte Freude mit seinen ungeraden Rhythmen, ansprechenden Melodien und einem fulminanten Schlusssatz.

Die schnellen Pinselstriche des Malers Ignacio Pinazo versuchte der Komponist Saül Gómez Soler musikalisch nachzuempfinden. Einen rhythmisch mitreißenden Auftritt hatten die „Westfalen Winds“ und ihre Schlagwerker beim feurigen „Conga del nuevo fuego” des Komponisten Arturo Marquéz. Für den stürmischen Beifall bedankten sich die Musiker mit Dmitri Schostakowitschs „Spanish Dance”. Schließlich erklang auch noch einmal der rasante Schlusssatz aus Alfred Reeds „Armenischen Tänzen”.

Wenn die Bläserphilharmonie Westfalen Winds am 26. April im Kulturhaus Lüdenscheid ihr 30-jähriges Bestehen feiert, ist das weit mehr als ein Jubiläumskonzert. Es ist auch ein Heimspiel – und für die heutige Vorsitzende Dania Fuchs ein ganz persönlicher Moment.

Programm-Highlights: Von Bernstein bis Márquez

Das Konzert im Kulturhaus spiegelt die ganze künstlerische Bandbreite symphonischer Bläsermusik eindrucksvoll wider. Auf dem Programm stehen unter anderem Leonard Bernsteins sprühende „Candide“-Ouvertüre, Arturo Márquez’ mitreißender „Danzón No. 2“ und die farbenreiche Filmmusik „Children of Sanchez“ von Chuck Mangione. Ergänzt wird das Programm durch Originalwerke für Blasorchester wie Johan de Meijs „The Wind in the Willows“ und die „Serenade for Wind Band“ von Derek Bourgeois.

Dania Fuchs: Musik als Lebensweg

„Ich bin mit Musik aufgewachsen“, erzählt Dania Fuchs und lacht. Ihre Mutter, Petra Menges, ist Musiklehrerin, zu Hause gehörten Instrumente von klein auf zum Alltag. Die ersten eigenen Töne spielte sie in einer Blockflöten-AG in der Grundschule. Am Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid kam Fuchs in eine der Bläserklassen und so zur Posaune – ein Instrument, das sie bis heute begleitet. Es folgten Unterricht, Schulorchester, Big Band und das BlasOrchester an der Musikschule, das von Franz Schulte-Huermann geleitet wurde. Dieser hatte seinerseits 1996 die Westfalen Winds mitgegründet und jahrelang am Dirigentenpult gestanden – eine erste Verbindungslinie zum Orchester, dessen Vorsitz Fuchs Jahre später übernehmen sollte.

Die Geschichte der Bläserphilharmonie Westfalen Winds

Heute ist Dania Fuchs selbst Musiklehrerin an der Gesamtschule Kierspe – und Vorsitzende eines Orchesters, das eng mit ihrer Heimatstadt verbunden ist. Die Bläserphilharmonie Westfalen Winds wurde 1996 im Hochsauerlandkreis von Franz Schulte-Huermann gegründet, der viele Jahre auch die Musikschule in Lüdenscheid leitete. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker stammen aus der Region, ebenso wie der langjährige Vorsitzende Martin Fuchs. Vor einigen Jahren übernahm seine Frau Dania das Amt.

Zum Orchester kam sie während ihres Studiums an der TU Dortmund. „Ich habe viel Big Band gespielt und irgendwann gemerkt, dass mir das symphonische Blasorchester fehlt“, sagt sie. Eine Kommilitonin aus Lüdenscheid, die bei den Westfalen Winds Tuba spielte, machte sie auf das Orchester aufmerksam. Schnell war klar, dass sie bleiben würde. „Die Atmosphäre war sofort besonders. Man wird unglaublich herzlich aufgenommen, und gleichzeitig trifft man immer wieder bekannte Gesichter aus der Region.“

Gemeinschaft und musikalische Intensität im Orchester

Diese Mischung aus Vertrautheit und neuen Begegnungen macht für sie bis heute den Reiz des Ensembles aus. Die Projekte, die überwiegend an Wochenenden stattfinden, sind intensiv – musikalisch wie menschlich. „Man probt konzentriert, arbeitet auf ein großes Ziel hin und wächst dabei schnell zusammen. Und jedes Wiedersehen fühlt sich ein bisschen wie ein Klassentreffen an.“

Engagement im Vorstand: Verantwortung übernehmen

Auch ihr Weg in den Vorstand entwickelte sich ganz natürlich. Durch die langjährige Arbeit ihres Mannes hatte sie bereits viele Einblicke in die Organisation des Orchesters. Als dieser den Vorsitz abgab und sich ein neues Team formierte, entschloss sie sich, selbst Verantwortung zu übernehmen. „Irgendwann war der Moment da, wo ich dachte: Jetzt bringst du dich auch aktiv ein.“

Regionale Bedeutung: Hochklassige Bläsermusik aus Lüdenscheid

Für Musikerinnen und Musiker aus der Region spielt die Bläserphilharmonie aus Dania Fuchs‘ Sicht eine herausragende Rolle. „Viele von uns kommen aus Lüdenscheid oder der Umgebung. Gleichzeitig musizieren wir auf einem sehr hohen Niveau – das ist eine Kombination, die es so nicht oft gibt.“ Gerade die symphonische Bläsermusik habe in der lokalen Kulturlandschaft lange Zeit eher eine Nebenrolle gespielt. „Wir möchten zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll und dennoch über die Maßen unterhaltsam diese Musik sein kann.“

Nachwuchsförderung und kulturelles Engagement

Das Orchester versteht sich nicht nur als Konzertensemble, sondern auch als aktiver Mitgestalter des kulturellen Lebens. Nachwuchsförderung spielt eine wichtige Rolle, etwa durch freien Eintritt für junge Zuhörer oder Kooperationen mit Jugendorchestern. „Es ist uns wichtig, etwas zurückzugeben und junge Menschen für diese Musik zu begeistern“, betont Fuchs.

Ein Heimspiel mit emotionaler Bedeutung

Für Dania Fuchs ist dieser Abend etwas Besonderes – nicht nur wegen des Jubiläums. „In Lüdenscheid zu spielen, fühlt sich einfach anders an“, sagt sie. „Hier hat alles angefangen. Viele im Publikum kennen uns, manche haben uns auf unserem musikalischen Weg begleitet. Das macht das Konzert sehr persönlich.“

Ein Konzert, das Musikgeschichte schreibt

Wenn am Ende die letzten Töne verklingen, wird es also nicht nur ein Konzert gewesen sein – sondern auch ein Stück gelebte Musikgeschichte aus und für die Region.

 

Weitere Infos und nächste Konzerttermine auf www.instagram.com/westfalenwinds und www.facebook.com/westfalenwinds


 

 

 

Wir möchten uns herzlichen bei unseren starken Partnern für das anstehende 30. Jubiläum bedanken!

 

 

 

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